Chronik - Ein kleiner ÜberblickDer Segel – Club „Ochtum“, kurz SCO genannt, begeht in diesem Jahr sein 75 jähriges Bestehen.Der feste Wille, gemeinsam den Wassersport, vor allem das Fahrtensegeln auszuüben, verbunden mit dem Bestreben, für den Segel – Club „Ochtum“ durch Boots - und Clubhaus sowie Steganlagen ein festes Domizil an der Ochtum zu schaffen, haben den Zusammenhalt und das Vereinsleben über die siebeneinhalb Jahrzehnte geprägt. Die Vereinsgründung fand am 2.2.1933 statt. Zwei Tage später, am 4.2.1933, erfolgte die Eintragung in das Vereinsregister. Die Initiatoren dieser Vereinsgründung waren wassersportbegeisterte Männer, die aus dem damaligen „Freien Wassersport“ hervorgegangen waren. An der Spitze stand Richard Proske, der auch als erstes den Vorsitz des SCO bekam. Ein halbes Jahr später ließ ein Versammlungsbeschluß auch die Aufnahme von weiblichen Mitgliedern zu! Als Standort des Vereins hatte man sich das Gelände des ehemaligen Ochtumhafens ausgesucht. Im Dorf Ochtum, direkt hinter dem Deichschart, wurde ein Grundstück gepachtet. Die Boote lagen, an Pfählen festgemacht, in der Ochtum. Noch heute hat der Verein seinen Sitz an dieser Stelle. Vom Gründungsjahr an – er zählte 44 Mitglieder - wurde alljährlich im Sommer zuerst ein Stiftungsfest, später das Sommerfest gefeiert. War am Anfang nur ein Pionierponton und ein Bootsschuppen, so schafften die Mitglieder durch ihren unermüdlichen Einsatz und ihre Beharrlichkeit in den folgenden Etappen die heutigen Vereinsanlagen:
Selbst neben Beruf, Familie und Vereinsarbeit erfüllten sich etliche Mitglieder auch noch ihren Traum und bauten das eigene Boot selber! Langeweile gab es nicht! Und die Natur mit ihrem Jahrhunderthochwasser im Februar 1962 tat ihr übriges dazu. Das neue Bootshaus steht 1,80 m hoch unter Wasser und im höher gelegenen Clubhaus steht es 34 cm! Die eingelagerten Boote sind teilweise durch die im Winterlager geöffneten Seeventile in der Halle abgesoffen. Es gibt ne Menge zu tun! Aber trotz viel Arbeit und Hindernissen kam der Wassersport bei den Mitgliedern nicht zu kurz. Damals wie heute lassen Tages-, Wochenend- und auch lange Urlaubstörns die Mitglieder als Fahrtensegler Abstand vom Alltag gewinnen und sie ihre Freizeit genießen. Und genauso stellen sie sich immer wieder den sportlichen Herausforderungen, die die verschiedensten Regatten auf der Weser, im Wattenrevier und auf der Nordsee an sie stellen. Nicht zu vergessen ist hierbei die alljährliche Ochtumregatta, die unter den an der Ochtum beheimateten Vereinen ausgetragen wird. Die errungenen Siege werden anschließend kräftig gefeiert! Genauso ist es im SCO Tradition, während der Wintermonate die wassersportmäßigen Kenntnisse zu erweitern. Wurden früher Standerscheinprüfungen abgenommen, wird heute für Segel – und Sportbootführererscheine oder für das Sprechfunkzeugnis gebüffelt! Aber was wäre das Vereinsleben ohne die Jugend! Sie hatte im Segel – Club "Ochtum" immer ihren Platz mit entsprechendem Anleger und später eigenem Raum. Im Winter 1971 / 72 bauten einige Väter insgesamt zwölf Optimisten, was die Jugendflotte beachtlich vergrößerte! Bestimmt die Segelpraxis mit der Teilnahme an Ausbildungsveranstaltungen, Regatten sowie Jugendseglertreffen während der Saison die Jugendarbeit, werden in den Wintermonaten wie bei den "Großen" Führerscheinkurse neben der Aufarbeitung der Jugendboote durchgeführt. Erfolge wie die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft aber auch eine aufgeschlossene Jugend, die mit Verantwortungsbewußtsein, Ehrgeiz und vor allem Spaß den Segelsport betreibt, sind der Lohn! Über die Aktivitäten der SCO Mitglieder – jung wie alt – sind vielschichtige Kontakte zu Wassersportlern aus der näheren wie entfernteren Umgebung entstanden. Und so ist es immer wieder schön, diese als Gäste an den Vereinsanlagen begrüßen zu können. Wir blicken heute mit Stolz auf die Erfolge unserer 75 jährigen Vereinsgeschichte zurück. Die kameradschaftliche Verbundenheit soll dem Segel – Club "Ochtum" weiterhin die Grundlage für eine gesunde Entwicklung geben. |